Höheres Herzinfarkt-Risiko im Winter: Herzvorsorge kann Leben retten

Im Winter kommt es deutlich häufiger zu akuten Herz-Kreislauf-Ereignissen als in den Sommermonaten. Ursache für das vermehrte Auftreten von Herzinfarkten und Schlaganfällen ist nicht allein die Kälte: Auch unerkannte Risikofaktoren wie Bluthochdruck tragen wesentlich dazu bei.

Wissen Sie, wie hoch Ihr Blutdruck ist? Diese Frage können viele Menschen nicht sicher beantworten, informiert Internist und Kardiologe Dr. Milan Dinic. Dabei stellt gerade die kalte Jahreszeit eine besondere Belastung für das Herz dar – insbesondere für Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes, Gefäßerkrankungen oder bereits bekannten Herzerkrankungen sowie für ältere Personen.

Der erfahrene Münchner Mediziner erklärt nachfolgend, wie sich Kälte auf den Körper auswirkt, wer besonders in der kalten Jahreszeit Herzvorsorgeuntersuchungen wie die Cardisiographie nutzen sollte und was jeder für seine Herzgesundheit tun kann.

Warum Kälte das Herz besonders belastet

Kälte zwingt den Körper, sich anzupassen. Diese Anpassung erfolgt zu Lasten des Herz-Kreislauf-Systems:

  • Gefäßverengung:
    Um Wärme zu speichern, ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Der Blutdruck steigt, das Herz muss stärker arbeiten.
  • Erhöhte Blutgerinnung:
    Das Blut wird zähflüssiger, Blutgerinnsel entstehen leichter – ein Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Plötzliche körperliche Belastung:
    Aktivitäten wie Schneeschaufeln oder schwere Arbeiten bei Minusgraden können ein vorgeschädigtes Herz überfordern.
  • Zusätzliche Winterfaktoren:
    Weniger Bewegung, wenig Sonne, Infekte, niedriger Luftdruck und Vitamin-D-Mangel verstärken das Risiko zusätzlich.

Das tückische Risiko: Bluthochdruck bleibt oft unbemerkt

Bluthochdruck tut nicht weh. Er verursacht oft jahrelang keine Beschwerden, schädigt aber in dieser Zeit kontinuierlich Herz, Gefäße und Organe. Viele Betroffene wissen nicht, dass ihre Werte zu hoch sind oder dass sie sich im Winter deutlich verschlechtern können. Von der Volkskrankheit Bluthochdruck sind in Deutschland bis zu 30 Millionen Menschen betroffen. Laut Deutscher Herzstiftung wissen etwa 20 Prozent der Betroffenen nicht, dass sie Bluthochdruck haben.

„Kälte verengt die Blutgefäße, erhöht den Blutdruck und die Gerinnungsneigung. Das Herz muss härter arbeiten“, erklärt Dr. Dinic. „Menschen mit Bluthochdruck oder bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen unterschätzen oft, wie stark die Kälte ihren Blutdruck ansteigen lässt. Deshalb ist es so wichtig, seine Werte zu kennen und regelmäßig zu kontrollieren“, betont der Kardiologe.

Wissenschaftlich belegt: Mehr Herz-Kreislauf-Ereignisse bei Kälte

Studien zeigen:

  • Mit jedem Temperaturabfall um 1 °C steigt das kardiovaskuläre Sterberisiko messbar an.
  • Längere Kälteperioden erhöhen die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit um über 30 Prozent.
  • Niedrige Temperaturen lassen den systolischen Blutdruck deutlich ansteigen – ein zentraler Auslöser für Herzinfarkte und Schlaganfälle.
  • Besonders Menschen über 65 Jahren sind im Winter deutlich stärker gefährdet.

Was Sie für Ihre Herzgesundheit tun können

  1. Kennen Sie Ihren Blutdruck
    Regelmäßiges Messen schafft Klarheit und Sicherheit.
  2. Nehmen Sie verordnete Medikamente konsequent ein
    Unregelmäßige Einnahme kann den Schutz vor winterlichen Risiken erheblich reduzieren.
  3. Nutzen Sie moderne Vorsorgeuntersuchungen
    Innovative Diagnostik wie zum Beispiel die Cardisiographie kann Durchblutungsstörungen und Herzrhythmusstörungen erkennen, bevor Symptome auftreten.
  4. Nehmen Sie Warnsignale ernst
    Brustschmerzen, Atemnot, ungewöhnliche Müdigkeit oder ein plötzlicher Leistungsabfall sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

„Vorsorge kann Leben retten“, betont Dr. Dinic. „Je früher wir Risiken erkennen, desto eher können wir gegensteuern und so das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall senken.“

Cardisiographie als Frühwarnsystem für Herzerkrankungen

„Die Cardisiographie ist ein präziser 3D Herz-Check, der mittels künstlicher Intelligenz Herzerkrankungen sehr sicher ausschließen oder bestätigen kann. Die Untersuchung ermöglicht, das Ausmaß der Arterienverkalkung in den Herzkranzgefäßen (Stichwort KHK) bereits zuverlässig zu erkennen, wenn noch keine Symptome vorliegen und damit einen schweren Verlauf bis hin zum Herzinfarkt zu vermeiden", erklärt Dr. Dinic. Die Cardisiographie dauert nur wenige Minuten und ist ohne Risiko.

Weitere Informationen zur Cardisiographie

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Herzgesundheit kennt keine (Winter-)Pause. Rufen Sie uns gerne unter Tel. 089 / 299 375 an oder vereinbaren Sie online einen Termin, wenn Sie Gewissheit über Ihre Herzgesundheit möchten. Dr. Dinic nimmt sich für Sie Zeit, nutzt hochmoderne Diagnostik und berät Sie individuell und ganzheitlich.

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